Entschleunigen – mit sich selbst im Kontakt

Entschleunigen – mit sich selbst im Kontakt

17. September 2018

"Jeder dritte Schüler hat Burnout-Symptome" (SonntagsZeitung 18.8.2018) – auch das noch: Jetzt kommt unsere übertriebene Leistungsorientierung sogar im Kinderzimmer an. Was soll man machen? Wir wollen schliesslich das Beste für unseren Nachwuchs, nur realisieren wir dabei nicht, dass wir unseren eigenen Druck auf die Kinder übertragen – sei es, weil wir meinen, gesellschaftlichen Normen entsprechen zu müssen oder die von Wirtschaft und Politik gestellten Erwartungen an die Schule erfüllen zu haben. Was können wir gegen diese Hetze und dieses Getriebensein tun? - Bei sich selbst anfangen!

Entschleinigen und mit sich selbst in Kontakt kommen

Entschleunigen und mit sich selbst in Kontakt kommen (Symbolbild)

Es stimmt schon, ich mache alles mit der Haltung eines Leistungssportlers: immer an die Grenzen gehen, bereit "die Extrameile zu gehen", den Konkurrenzkampf aufzunehmen. Und dabei werde ich unterstützt durch die entsprechenden Werbeslogans grosser Sportbrands: "When the going gets tough, the tough get going", "Nothing is impossible", "Beating the competition is relatively easy", “Just do it”... Internationale Grossfirmen sprechen von der “Challenge of a corporate athlete”. Ich merke, dass ich eigentlich immer mit einer unsichtbaren Startnummer unterwegs bin: immer leistungs- und wettkampfbereit.

Wie geht es mir eigentlich?

Selbstredend, dass ich mich passend dazu nicht mit Fastfood, süss und fettig, ernähre, sondern mit Avocado und Chia-Samen. Ebenso runde ich meinen Optimierungstag mit Yoga, Entspannungsübungen oder Meditation ab. Ich mache alles und das richtig gut – um fit zu sein für den täglichen Wettkampf. Und doch stimmt irgendetwas nicht so richtig, es fehlt etwas, doch was? Ich bin irgendwie nicht ganz im Gleichgewicht, zwar nicht depressiv, einfach etwas übermüdet und leicht gereizt. Vielleicht lohnt es sich, einmal kurz durchzuatmen und bei sich nachzuspüren: Wie geht es mir eigentlich? Macht mir das alles noch Spass? Und bei diesem Tempo?

Tue ich das Richtige?

"Managers do things right – Leaders do the right things." Sie kennen diesen Spruch oder können sich leicht darunter vorstellen, was gemeint ist. Viel zu oft überlegen wir nicht lange, sondern erfüllen die vor uns liegenden Aufgaben. Vielleicht führen wir eine To-Do-List, sicher eine Agenda mit Terminen – wir strukturieren unsere Arbeitswoche, den Arbeitstag und es erfüllt uns mit Zufriedenheit, die einzelnen Tasks abzuhaken.

Führe ich ein Leben mit Sinn?

Das Leben könnte, sollte, dürfte allerdings mehr sein, als das Abarbeiten von Aufgaben. Ja, jetzt kommt die Sinnfrage. Sinn kommt ja von sinnan, mittelhochdeutsch für "einer Richtung nachgehen, einen Weg gehen". Das Leben soll für einen sinnvoll sein, der Weg, das Wohin und Wozu soll stimmig sein. Diese Stimmigkeit wird in der Gesundheitsförderung unter dem Begriff der "Kohärenz" zusammengefasst: "Sinnhaftigkeit" (Meaningfulness) ist die Wichtigste von drei Komponenten, die einen gesund erhalten. Nebst den anderen beiden "Verstehbarkeit" (Comprehensibility) und "Machbarkeit" (Manageability): Ich muss Dinge, die passieren, einordnen können und ich muss immer wieder die Gewissheit haben: Ja, ich kann mein Leben bewältigen. Wir kennen die Kraft des "Yes, I can!".

Wie kann ich meinen Alltag entschleunigen?

Doch wie können wir etwas mehr Sinn in den Alltag bringen? – Indem wir unseren Alltag merklich entschleunigen und besser in Kontakt mit uns selbst kommen. Daraus verknüpfen wir unser Tun gleichzeitig mit mehr Sinn. Wir spüren so viel besser, ob wir auf unserem Weg sind oder merken viel rascher, wenn wir von ihm abgekommen sind. Das geht zum Beispiel so:

Mit gutem Selbst-Kontakt in den Tag starten

2-Minuten-Achtsamkeit

Nach dem Aufwachen die Aufmerksamkeit während zwei Minuten gegen innen lenken und nachspüren: Wo war ich gerade? Vielleicht bleiben Sie noch an einer Traumsequenz hängen und lassen Sie sich ins Bewusstsein treten. Diese könnte Ihnen vielleicht sogar noch einen Hinweis geben für den Tag.

5-Minuten-Gymnastik

Danach noch nicht zum Handy greifen, sondern etwas Verbindung zum Körper schaffen: recken, strecken, fünf Minuten Gymnastik aus dem Körper heraus machen. Das heisst, nicht unbedingt ein Programm abspulen – das ist auch ok– aber lieber aus einer Stützstellung, z.B. dem «Hund» aus dem Yoga oder dem «Vierfüssler» aus der Physio beginnen, sich nach Gefühl zu bewegen, mit dem Ziel, sich weit zu machen, beweglicher. Sie können sich auch mit Faszienrollen etwas geschmeidig machen.

2-Minuten-Meditation

Setzen Sie sich in den Schneidersitz, vielleicht am besten auf ein Sitzkissen oder auch auf einen Stuhl auf die Sitzkante, so dass Sie Ihren Rumpf ohne Anstrengung aufrecht halten können. Legen Sie die Hände auf die Oberschenkel, konzentrieren Sie sich auf den Atem und versuchen Sie einfach in dieser Körperwahrnehmung zu bleiben. Denken Sie nicht nach. Trotzdem werden Gedanken kommen – richten Sie einfach Ihre Aufmerksamkeit sofort wieder auf den Atem.

Mit gutem Rhythmus durch den Tag gehen

EIN tiefer Atemzug

Bei jedem Übergang, das heisst, wenn Sie Ihren Telefonanruf beenden, wenn Sie Ihre Mails gecheckt haben, wenn Sie den Meetingraum betreten, wenn Sie die Präsentation starten, dann machen Sie EINEN bewussten Atemzug. Das verbindet Sie sofort mit dem Körper ins Hier und Jetzt, beruhigt Sie, macht Sie klarer und Sie sind bereiter für das, was kommt. Also gut, nicht bei jedem Übergang. Aber ruhig x-mal am Tag. Probieren Sie es – so einfach es tönt, es wird grosse Wirkung entfalten.

2 x 15 Minuten Denkpause

Nach jeder grösseren Aufgabe, sicher aber je einmal am Vormittag und am Nachmittag machen Sie eine Denkpause. Privatsurfen, News checken, all das gilt nicht. Weg vom Bildschirm, am besten auch wieder unter freiem Himmel, eigentlich wie eine Rauchpause, einfach ohne Zigarette. Eben abschalten. Oder natürlich mit Kollegen plaudern, aber nicht über die Arbeit.

30-Minuten-Bewegung

Heisst Fortbewegung auf eigenen Beinen, so dass Ihr Herz-Kreislaufsystem etwas in Gang kommt. Es muss nicht Schwitzen bedeuten mit Jogging oder Biken, Spazieren reicht auch. Aber bitte nicht einfach 10’000 Schritte gemäss Ihrer Fit-Watch abspulen. Es wäre besser für den Effekt, wenn Sie die Schritte am Stück machen, noch besser draussen an der frischen Luft und noch besser, wenn Sie sich auf die Bewegung, Ihr Innenleben und die Sinneseindrücke aus der Natur konzentrieren. Weil Sie dann automatisch "zu sich kommen", sich Dinge ordnen, relativieren, Sie Ideen erhalten und eben besser merken, was Sie heute eigentlich machen und wie Sie so drauf sind. Das kann selbstredend auch in den Arbeitsweg integriert werden. Oder über Mittag. Krafttraining oder Sport sind auch gut.

Den Tag schön abrunden

Musse geniessen

Musse geniessen können ist eine Kunst die Workaholic-Menschen nämlich kaum können. Es muss ja immer etwas laufen und das auch in der Freizeit: reinziehen, abspannen. Wir machen das jetzt anders, wir lassen etwas Zeit verstreichen, ohne sie sofort wieder aufzufüllen, beispielsweise an der Busstation, im Zug, im Auto oder dann zuhause. Einfach mal sein oder etwas Schönes schauen oder Feines essen oder in den Wald gehen. Auf der Parkbank Vögel füttern, eine Blume anschauen, eine Wolke, eine Welle, so etwas.

Beziehungen pflegen

Schade, wenn man ausgerechnet bei seinen Liebsten gereizt und genervt ist, weil man seine ganze Kraft schon im Büro gelassen hat. Aber wir hatten ja schon einen guten Start, einen rhythmischen Tag und etwas Musse. Vielleicht haben wir so sogar noch ein offenes Ohr für die, die zuhause auf einen warten. Und sonst abwarten, bis die Kleinen im Bett sind und mit dem Partner / der Partnerin oder Freunden Kontakt aufnehmen. Auf jeden Fall besser als Netflix und Co., weil eben Dialog möglich wird.

Positives Tagebuch

Der Römer sagte "Nulla dies sine linea", was soviel heisst, wie jeden Tag etwas notieren. Aus der Depressionstherapie wird beispielsweise mit grosser Wirkung empfohlen, den eigenen Tag kurz zu reflektieren und dabei kleine positive Erlebnisse zu notieren. Dadurch trainiert man sich darauf, seine Aufmerksamkeit auf das, was gut läuft, zu richten und dadurch passieren einem automatisch immer mehr positive Dinge. Es ist einfach wie die Geschichte mit dem "halbvollen Glas" – es hilft einem stimmungsmässig mehr, den Fokus auf das schon Gelungene zu richten, als sich über das Fehlende aufzuregen oder sich als Opfer zu sehen.

Sie sehen, es sind die kleinen Dinge, die grossen Effekt bringen. Lieber jeden Tag ein paar Minuten – nicht umsonst heisst es "Alltag" – für "alle Tage". Es braucht Aktion UND Reflektion, Beschleunigen UND Entschleunigen, Kopfarbeit UND solche mit dem Körper. Wir brauchen Beziehung zu anderen UND zu uns selbst, so dass wir merken, wohin wir wollen und wozu wir etwas machen. Dann wird niemand in ein Burnout oder Boreout geraten. Und auch unsere Kinder nicht.

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Quelle und weiterführende Informationen

Tan, C., (2012). Search Inside Yourself. München: Arkana Verlag.

Streben Sie eine anspruchsvolle Führungstätigkeit an? Dann kommen Sie um die kritische Auseinandersetzung mit Ihren persönlichen, sozialen sowie methodischen Fähigkeiten nicht herum. An diesem Punkt setzt der Studiengang CAS FH in Leadership & Management an: Schritt für Schritt werden zentrale Führungskompetenzen und -wissen reflektiert und aufgebaut.


Thema: HR und Leadership

Autor: Marcel Bischoff

Datum: 17. September 2018

Schlagworte: Selbstführung


Fragen Sie Ihren Arzt! - und sich selbst betreffend Self-Care

Auch Ärzte brauchen mal eine Pause.  

Wussten Sie, dass Ärzte eine erhöhte Burnout-Gefährdung haben im Vergleich zu anderen Berufsgruppen? 

Ich fand das auf den ersten Blick unlogisch – die sollten ja gerade wissen, wie man gesund bleibt. 

Es ist allerdings so, dass Berufsleute, die sich intensiv und emphatisch für ihr anvertrautes Klientel engagieren, gerne ihr eigenes Wohl «vergessen». Das betrifft besonders die «helfenden» Berufe wie eben Ärzte, Pflegende, Sozialarbeitende, Therapeuten, Lehrpersonen u.a. 

Self-Care ist hier die Lösung. 

Lesen Sie selbst, wie eine Chefärztin, die nebst der medizinischen Verantwortung zusätzlich eine verantwortungsvolle Führungsrolle inne hat, selbst entdeckte, dass sie mehr Self-Care braucht. 

Fragen Sie Ihren Arzt! Oder lesen Sie den Artikel, der am 6.2.2019 in der Schweiz. Ärztezeitung veröffentlicht wurde:

https://saez.ch/article/doi/saez.2019.17511/

PS: an alle Führungskräfte und generell Personen mit hohem Engagement – wie steht es um Ihre Self-Care? Sie geben immer alles?! Ok und was kommt dabei zurück? Sind Sie in Balance? Ich freue mich auf Ihre Erfahrung und Meinung!

Coaching auf Zypern ist ganz sicher auch etwas für Sie!



Boss as Coach - Führungskräfte sollten die Haltung eines Coachs einnehmen

Die Führungskraft als Coach

Die Rolle der Chefs ändert sich 

Immer besser ausgebildete Mitarbeitende wollen Führungspersonen als Sparringspartner erfahren. Vor allem die junge Generation. Sie möchte sich in ihrer Arbeit entwickeln können ‒ fachlich und persönlich. Von ihren Vorgesetzten erwartet sie, dass diese sie weiterbringen. Die klassische Top- Down-Führungsrolle macht zunehmend einer Coaching- und Mentoren-Haltung Platz. Mit dieser Haltung begegnet man dem Gesprächspartner auf der berühmten Augenhöhe.

Was einen guten Chef ausmacht

Ein guter Chef kennt seine eigenen Befindlichkeiten und kann diese von den Unternehmenszielen trennen. Durch diese innere Distanzierung wirkt er entspannter sich selbst und der Sache gegenüber. Zweitens kann er die innere Haltung einnehmen, es nicht besser wissen zu müssen, sondern das Potenzial der Mitarbeitenden möglichst voll erschliessen zu wollen. Ein guter Chef begegnet seinen Mitarbeitenden offen, neugierig und menschlich. Das ist eine völlig umgekehrte Haltung zur derjenigen, Ansagen machen zu müssen und diese dann zu kontrollieren.
Vielleicht überlegen Sie selbst kurz, welcher Chef sie in Ihrem Berufsleben weiter gebracht hat. Vielleicht führte er ebenfalls mit einer vertrauensvollen, dialogischen Haltung?

Der Führungscoach

Ein Führungscoach führt durch Dialog und Commitment und schafft sich damit Anerkennung als Leader. So zu führen, kostet viel weniger Energie und bringt bessere Resultate. Man kann das lernen. Es ist ehrlicherweise nicht in einem Tag zu schaffen. Sich der eigenen Führungshaltung bewusst zu werden und diese schrittweise Richtung einer Coaching-Haltung zu entwickeln - das braucht schon einiges. Es ist ein schöner Weg, weil man täglich merkt, dass sich die Mitarbeitenden öffnen und leichter arbeiten. Und man bekommt das Gefühl, dass der eigene Einsatz nachhaltiger wird und mehr Sinn macht.

Zum Einsteigen gibt es das eintägige Seminar im frisch eröffneten Bildungszentrum KV Zürich Business School in der Sihlpost, direkt beim HB Zürich.

Montag 26. August 2019.

Die Seminarinhalte auf einen Blick:
  • Theoretische Modelle zu Führung und Coaching aus der positiven Psychologie
  • Die 10 wesentlichen Coaching-Grundsätze
  • Die Teilnehmenden verlinken ihre Führungs-Fälle aus dem Alltag mit dem Seminarstoff und setzen ihre Erkenntnisse in die Praxis um
Das Seminar selbst ist ein Modell für coachende Führung.

Jeder Profi braucht Bodymind - für Authentizität, Entscheid, Fokus und erfolgreiches Handeln

"You are exactly where you need to be" - im Hier und Jetzt

Man lebt ja in der Gegenwart - meint man. Es wäre irgendwie noch schön. Das spielende Kind und ganz sicher unsere Katzen, die machen sich keine Gedanken zur Zukunft und schon gar keine Sorgen. Auch regen sie sich nicht über Vergangenes auf, was sie alles hätten besser machen können.

In der Gegenwart leben, im Moment leben, ohne Pläne ohne Sorgen, voll da sein und geniessen oder auch in der Arbeit aufgehen, im Flow sein, wie es heutzutage heisst, das wäre cool. Nicht immer, aber ab und zu und vielleicht sogar immer öfter.

Den Körper wahrnehmen

Woran merke ich denn, wenn ich im Hier und Jetzt lebe? Vielleicht nimmst du gerade automatisch einen tiefen Atemzug. Aha, ich spüre, wie die Luft durch meine Nase strömt, wie sich der Brust- und Bauchraum weitet. Ich kann meine Schultern etwas senken lassen und spüre, wie sich meine Rückenmuskulatur etwas entspannt. Es steigt ein wohliges Gefühl von Ruhe und Wärme auf. Gerade jetzt bist du in der Gegenwart.

Sich der eigenen Gedanken bewusst werden

Und schon taucht ein Gedanke auf: wozu soll das denn gut sein? Eigentlich solltest du dich schon lange wieder auf deine Arbeit konzentrieren. Was wollte ich heute noch einkaufen? Nicht vergessen, die Kollegin zu fragen wegen x. Hoffentlich wird das Meeting nicht wieder so langweilig. Und und...
Normalerweise merken wir nicht, dass wir so viele Gedanken haben und schon gar nicht, dass die Gedanken uns durch den Tag steuern, manchmal hetzen.

Erstens Body

Bodymind heisst erstens, sich ganz auf die Körperwahrnehmung zu konzentrieren. Nicht als wahnsinnig spektakuläres Ereignis, sondern mehr als ein einfaches physikalisches Experimentieren. Eben: im Hier sein. Das Hier ist an einen Ort gebunden und der Körper ist ein Ort. Durch das Konzentrieren auf reine Körperwahrnehmungen merken wir, wenn Gedanken auftauchen. Diesen nicht nachgehen oder sich von ihnen steuern lassen, sondern sie stehen lassen und damit aus einer gewissen Distanz anschauen. Erst wenn die Gedanken mir bewusst sind, habe ich einen kleinen Moment eingeschaltet, wo ich überlegen kann, was ich damit anfangen möchte. Ich bin meinen Gedanken nicht ausgeliefert.

"Ich muss mir von mir selbst nicht alles gefallen lassen." Viktor Frankl

Zweitens Mind

Bodymind heisst zweitens, meine Gedanken zu steuern. Ich überlege mir, welche Gedanken ich weiterverfolgen möchte bzw. welche Gedanken mich weiterbringen. Zum Beispiel kam mir gerade der Gedanke: Wenn das bloss gut geht, dass du diesen Artikel rechtzeitig fertig bringst. Kein so lustvoller Gedanke und wenig zielführend, wenn ich dadurch die Konzentration verliere und mich mit Ferienfantasien tröste. So habe ich mir kurz überlegt, mit welcher Zielerreichung ich in welcher Zeit zufrieden bin, den Artikel betreffend: 60%-Rohfassung bis 10 Uhr und konzentriert bleiben. So kann ich mich beruhigen und weiter arbeiten.


Bodymind heisst in diesem Zusammenhang, dass ich meine Ziele in den Körper bringe, sie verkörpere (siehe Bild).

Flip Bodymindjpg

Sei authentisch!

Du kennst die Slogans aus der heutigen Zeit - Sei authentisch! - aus der Businesssprache - Sei du selbst! - aus der Werbesprache. Leute werden sehr geachtet, wenn sie authentisch auftreten. Gerade Führungspersonen oder andere Vorbilder. "Sie war ganz sich selbst" oder "Er hatte überhaupt nichts Aufgesetztes". "Sie weiss, wer sie ist und was sie will."
Und was heisst das jetzt genau?
Wenn ich mir im Klaren darüber bin, dass dies wirklich meine Ziele sind - ich bin Owner meiner Ziele - wieder so ein Businessslang, aber man kann den Begriff gut nachvollziehen: Eigner der Ziele sein, früher hätte man gesagt, etwas "mit Leib und Seele" tun. Dann verkörpere ich mein Ziel und die Chance ist sehr gross, dass ich mein Ziel auch erreiche.


Bodymind

Stell dir dein Ziel also vor, schau, welche Körperempfindungen dabei entstehen. Es sollte sich ein positives Gefühl einstellen, Freude, Lust auf das Ziel hin und du kannst es mit einem Lächeln unterstützen. Natürlich nur, wenn es passt.

Die innere Haltung

Jetzt erlebst du deine innere Haltung - aufrichtig und aufrechter wahrscheinlich - mit freiem Atmen, weil da weniger fremder Druck auf dir lastet. Vielleicht fühlst du dich sogar erleichtert oder leichtfüssig, mutig und entschlossen. Das sind alles ideale Voraussetzungen, um ins Handeln zu kommen.

Mentales Training

Bevor du jetzt gleich losstürmst und ein Gespräch mit dem Chef um Lohnerhöhung ansetzt, könnte man sich ja auch ein bisschen darauf vorbereiten. Bodymindmässig würde das heissen, sich die Situationen, in denen du handeln möchtest mit allen Sinnen (Body!) vorzustellen und in Rollenspielen in den Körper bringen. Oje, die blöden Rollenspiele. Hey, möchtest du erfolgreich handeln oder nicht? Was machen denn all die Leistungssportler und Schauspieler, wenn sie sich ihr Handeln zuerst x-fach mental vorstellen bzw. vor dem Spiegel einüben? Eben.

Erfolgreich handeln


Mit dem Einüben, dem mentalen Training, kannst du jetzt an den Start gehen und dein Ziel, z.B. "Mehr du selbst sein" umsetzen und erreichen. Die Chance ist gross, dass du es erreichst.
1. Es ist DEIN Ziel. Es kommt aus deinem Körper und du hast es mit deinen Gedanken abgeglichen = Body
2. Du VERKÖRPERST dein Ziel. Du hast dein Ziel über mentales Training in deinen Körper eingeschliffen, eingeformt. Du bist in Form = Mind 


Just make it.

Herzlich
Dr. Marcel Bischoff
Coaching for Selfness and Leadership




Bodymind ist die im Laufe meiner 35jährigen Berufserfahrung geformte mental-körperintegrative Methode „aus dem Körper in den Körper“.

Sie unterstützt das Finden und Umsetzen stimmiger Einsichten, Ziele, Entscheide und Handlungen. Entscheidendes Kriterium ist der „Flow“, d.h. es läuft „wie von alleine“ bzw. Ziele werden leichter erreicht. Dies, weil die Person als Ganzes besser im Einklang arbeitet. Mit Bodymind wird man authentischer, gelassener, gesünder, lebendiger.

1.Durch Körperwahrnehmungen, Wahrnehmung von Gefühlen, Gedanken, Glaubenssätzen folgt ein gegenwartsbezogener und vertiefter Erkenntnisgewinn zur eigenen Situation.

2.Durch Reflexion und verkörperndes mentales Training in Imagination und Rollenspielen folgt nachhaltige Sicherung des Lernens und bessere Umsetzung des eigenen Willens.

Der wissenschaftliche Hintergrund stammt aus dem Begriff „Embodiment“, eine These aus der neueren Kognitionswissenschaft, nach der Bewusstsein einen Körper benötigt, also eine physikalische Interaktion voraussetzt.